When dreams come true: Buschgeschichten aus dem Kruger Nationalpark Südafrika 🦁🐘🐆🐃🦏

12 Tage, Dezember 2023 & Jänner 2024

Nach 5 Tagen Kapstadt und Kaphalbinsel ging es für uns vier mit dem Flieger nach Hoedspruit in die Nähe des Kruger Nationalparks. Für uns war alle klar: dies wird das Highlight unserer Reise, für mich persönlich sogar ein Highlight meines Lebens. 
Für den Flug von Capetown nach Hoedspruit haben wir circa 250€ pro Person bezahlt. Bei den Inlandsflügen sollte man unbedingt das Gewicht seines Gepäcks im Auge behalten da es sonst an der Kasse klingelt. 

Hoedspruit ist 2,5 Flugstunden von Kapstadt entfernt und es war total spannend aus der Luft zu beobachten, wie sich die Landschaft und Vegetation innerhalb eines Landes verändert. Der Flughafen ist ein ganz besonderer Vibe – ein kleines Rollfeld, händische Gepäckausgabe und überall warten Ranger bzw. Wildlife Guides mit ihren 4×4 Geländewägen. 

Welcome to the bush! 

Insgesamt haben wir 6 Tage für Safari eingeplant und haben uns für zwei Stops entschieden. Warum?
Unserer Recherche zufolge haben wir beschlossen zwei verschiedene Unterkünfte in zwei verschiedenen Gebieten zu buchen und wir würden es auch wieder so machen und weiter empfehlen. Unsere Unterkünfte waren gerade mal drei Stunden voneinander entfernt und trotzdem war es eine andere Vegetation und auch Tierwelt.
Spoiler: hätten wir nicht das Gebiet gewechselt, hätten wir nicht die super süßen Löwenbabys gesehen 😍

Unser erster Stop war das Honeyguide Mantobeni Camp im Manyeleti Private Game Reserve. Es ist ein 23 000 Hektar großes Gebiet im „Greater Kruger“ welches an den Kruger Nationalpark grenzt. In Manyeleti befinden sich nur drei Camps – das heißt man ist hier tatsächlich mitten im Nirgendwo.

uZur Erklärung: der Kruger Nationalpark ist das größte Wildschutzgebiet Südafrikas und befindet sich im Nordosten des Landes und am Rande von Zimbabwe und Mosambik. 
Der Greater Kruger lässt sich am besten als eine Erweiterung des Kruger-Nationalparks beschreiben. Die Tiere können sich zwischen den beiden Parks frei bewegen, da der größte Teil des Gebiets nicht eingezäunt ist und wohnst du im Greater Kruger, ist es möglich den Krugerpark gegen eine geringe Gebühr zu besuchen. Das Gleiche gilt jedoch nicht in umgekehrter Richtung, da der Greater Kruger zahlenden Gästen vorbehalten ist, die in einem der privaten Reservate innerhalb des Parks übernachten. Dadurch bietet der Greater Kruger ein Maß an Exklusivität und eine geringere Besucherzahl, die sein größerer Nachbar nicht bieten kann.
Welchen Park sollte ich wählen?
Der Kruger-Nationalpark wird oft als “Volkspark” bezeichnet – er ist offen für alle und bietet Angebote für alle Preisklassen. Die Unterkünfte reichen von einfachen strohgedeckten Bungalows bis hin zu luxuriösen Lodges. Die meisten Besucher des Kruger Nationalparks bringen ihr eigenes Fahrzeug mit und erleben diese wunderbare Wildnis auf eigene Faust.
(Quelle: Greater Kruger National Park | SafariFRANK) 

Angekommen im Honeyguide Mantobeni bekamen wir die ersten Sicherheitsanweisungen beim Check in:
Am Abend nicht ohne Guide das Zelt oder Restaurant verlassen und alle Wertgegenstände in einer schweren Truhe vor den Affen schützen falls diese unser Zelt besuchen sollten. 🐒
Jedes Zelt ist mit einer Notfalltröte ausgestattet die wir zum Glück niemals benötigt haben.

Es erwarten euch 15 luxuriöse Zelte inmitten der Natur und Wildnis mit einem Restaurant und Swimmingpool mit Blick auf ein Wasserloch. 
Mit viel Glück, trifft man hier meine grauen Lieblingsriesen wie sie aus dem Pool trinken 🐘
Ich hatte dieses besondere Erlebnis gleich am ersten Tag und konnte diesen einzigartigen Moment gar nicht bildlich festhalten weil ich so aus dem Häuschen war.
Da sitz ich nun endlich, mitten im Busch in Südafrika, und beobachte Elefanten hautnah wie sie aus dem Swimmingpool trinken und dann weiter durch das Camp in Richtung Wasserloch stapfen und irgendwo in der Wildnis verschwinden. Die Freudentränen kullerten literweise – und das war erst der Beginn!

Um 5 Uhr morgens wurden wir täglich von unserem Guide Brilliant mit dem Blaseton durch ein Kudu Horn (Kudu ist eine Antilopenart) geweckt – bushvibes on Point! Noch ein schneller Café und auffüllen der Wasserflaschen denn um 05:30 Uhr saßen wir bereits im Wagen auf der Suche nach unseren tierischen Freunden! 

Bilder sagen mehr als tausend Worte! 

Wir hatten zwei sogenannte Game Drives pro Tag – einen Frühmorgens und einen am Nachmittag! In der Früh wird man mit Café, Tee und Cookies versorgt und am Nachmittag kannst du dein Gin Tonic, Savannah, Bier oder andere Getränke beim Sonnenuntergang mitten im afrikanischen Busch genießen!

Brilliant war ein toller Guide mit sehr viel Erfahrung und er war sehr bemüht all unseren Wünschen gerecht zu werden. Kein Weg war vor ihm sicher – auf der Suche nach Nashörnern fuhr er mit uns über Stock und Stein, durch die verwachsenen Gebüsche bis wir 3 Meter entfernt von uns Nashörner grasen sahen. 

Selbstverständlich hatten wir auch eine Reifenpanne (wie kann es auch anders sein wenn da Bub und ich dabei sind) in der Abenddämmerung mitten im Nationalpark. Beim ersten Mal waren wir alle ziemlich aufgeregt aber die weiteren beiden Male halfen Mario & Bernhard bereits beim Reifenwechsel in der Wildnis wo du jederzeit auf ein wildes Tier treffen kannst. 

Gefrühstückt wird nach dem ersten Gamedrive und bis zur nächsten Ausfahrt kannst du am Pool chillen, eine Massage genießen, das Camp erkunden oder es werden auch weitere Aktivitäten und Ausflüge angeboten. Man sollte auf alle Fälle auch hier die ein oder andere Wein- bzw. Ginverkostung einplanen.

Nach dem Nachmittagsgamedrive ging es direkt zum gemeinsamen Abendessen wo man diese atemberaubenden Ereignisse revue passieren lässt!
Am Abend wartet bereits dein vorgeheiztes Bett auf dich denn um 5 Uhr morgens wirst du wieder durch Brilliant‘s Kuduhornweckruf geweckt!

Nach zwei Nächten wechselten wir unsere Unterkunft da wir uns 1. nicht sicher waren wie komfortabel Nächte in einem Zelt sein werden und 2. wir sowohl die Erfahrung in einem Camp als auch in einer Lodge machen wollten.

Den Transfer vom Camp zur Lodge konnten wir über die Unterkünfte arrangieren und so ging es für uns in die 3 Stunden entfernte Karongwe Safari Beck‘s Lodge wo wir auch Silvester & Neujahr verbrachten.

Die wunderschöne Lodge liegt direkt am Makhutsi Fluss im Karongwe Reservat und bietet eine kleine Anzahl an luxuriösen Suiten mit einem Spa Bereich, großen Swimmingpool, tolle Feuerstelle und ein Restaurant. Auch hier hatten wir all inclusive Verpflegung und zwei Pirschfahrten pro Tag. Man trifft hier jeden Tag auf verschiedene Antilopen, Warzenschweine und andere süße Tierchen. Auch hier gelten die selben Regeln: Abends darf man sich nicht alleine in der Lodge bewegen und sollte immer in Begleitung eines Guides zum Zimmer oder Restaurant gehen.
Im Fluss konnten wir Nilpferde und Elefanten bei einer kleinen Abkühlung beobachten. 
Die Safari Becks Lodge ist ein atemberaubender Ort für Entspannung & Erholung.

Das Karongwe Wildreservat ist mit seinen 9000 Hektar wesentlich kleiner als das Manyeleti Wildreservat aber auch hier kannst du die Big 5 sehen. 🐘🦁🐃🐆🦏
Ehrlicherweise hatten wir durch die Größe des Reservats oft das Gefühl, man musste die Tiere nicht suchen – diese waren meistens an ihren gewohnten Plätzen zu finden und die Guides fuhren sehr zielstrebig von Tier zu Tier. Ab und zu wurden Abschneider über die Landstraße außerhalb des Reservats bevorzugt um die Fahrten nicht ganz so holprig zu gestalten und auch dies hatte leider für uns den Beigeschmack eines Besuchs in einem Tierpark.
Ich möchte trotzdem keiner dieser Tage missen denn auch hier haben wir tolle Tiere gesehen aber ich möchte schon unbedingt die Unterschiede der Reservate hervorheben um bei der richtigen Wahl eurer Safari eventuell zu unterstützen. 

Wir haben in diesem Reservat Geparde bei einem Bushwalk entdeckt (JA zu Fuß! Und JA, keiner der Guides ist bewaffnet), wir haben ein Löwenrudel mit super süßen Löwenbabys gesehen und wir haben auch den Kreislauf der Natur miterlebt als die Geier die Überreste einer toten Giraffe aßen.

Es waren tolle drei Tage in der Safari Becks Lodge mit einem Spezialdinner an Silvester mit Braii (afrikanische Grillerei) Livemusik, Lagefeuer und Buschgetrommel.
Abenteuerlicher und informativer haben wir es jedoch in der anderen Unterkunft empfunden wenn man auf der Suche der Tiere ist und dafür Spuren lesen musste – welches natürlich stark von der Größe des Reservats abhängig ist.

Abschließend zu diesen wundervollen Safaritagen möchte ich erwähnen, dass wir an Kleidung tatsächlich alles benötigt haben von Sommershorts über lange Hosen, Regenjacken, Bikini & Badehosen, Pullover, Sommerkleider, festes Schuhwerk, Funktionswäsche und ja – an den verregneten Tagen hätte ich mir sogar eine Haube gewünscht 🙈
Nicht zu vergessen – ganz wichtig- keine Safari ohne Rangerhut 🙂

Außerdem sollte man beim Veröffentlichen von Fotos auf sozialen Medien oder im Internet bedenken, dass man nicht die genau Location der Tiere angibt da es leider noch immer sehr viel grausame Menschen und Wilderer gibt.

Was den Tierschutz betrifft wird auch in diesen Ländern viel unternommen und der Lebensraum der Tiere respektiert. Es wurden Abstände während den Pirschfahrten zu den Tieren eingehalten und man hat sich immer eher zurück gezogen um die Tiere nicht zu stören. Ich hatte das Gefühl, dass die Tiere die Geländewägen und Besucher schon auch gewohnt waren aber ich habe die Tiere trotz der Zäune der Parks als wild & free wahrgenommen, denn die Gebiete sind sehr weitläufig und für mich persönlich ist es auch nachvollziehbar, dass man durch Zäune einen Weg gefunden hat, dass Mensch & Tier so nah beieinander und miteinander leben können. Und ehrlicherweise meine Lieblingsriesen 🐘 hält so ein Zaun sowieso nicht ab. 

Eine Safari ist für mich etwas, wie ich finde, was jede Person zumindest einmal im Leben erleben sollte! Eine Safari ist nicht nur ein Urlaub – es ist ein wunderschönes Gefühl und eine Erinnerung die für immer in meinem Herzen bleiben wird ❤️

Nach bereits 12 Tagen in Südafrika ging es für uns mit dem Flugzeug nach Port Elizabeth wo wir die berühmte Garden Route Richtung Kapstadt starteten.
Unsere erster Zwischenstop für zwei Nächte war der Tsitsikamma Nationalpark, der letzte Urwald Südafrikas. Der kurz genannte Tsitsi ist ein wahres Paradies für Abenteuerlustige & Naturliebhaber. 

Es gibt verschiedene Wanderrouten durch die Wälder entlang der atemberaubenden Küste. Die bekannteste Route ist der 42km lange Otter Trail. Es gibt aber auch kürzere und weniger anspruchsvolle Ziele. 
Für Wassersportler bietet der Stormsriver eine fantastische Möglichkeit für Kajak fahren und Canyoning. 
Auch Adrenalinjunkies, wie der Bub, kommen auf ihre Kosten wenn sie einen der höchsten Bungee Jumps der Welt von der Bloukrans Bridge 216m in die Tiefe wagen.

Unsere Unterkunft war etwas Außerhalb des Nationalparks da die wenigen Möglichkeiten an der Küste bereits sehr früh ausgebucht sind. Unser Hotel Tsitsikamma Village Inn befand sind in Stormsrivier ca. 15 Minuten mit dem Auto entfernt. In dieser Ortschaft fühlte man sich ein wenig wie in einer kleinen Western – Vorstadt also wieder ein ganz anderer Vibe in dem vielfältigen Südafrika. Leider hatten wir hier nicht so Glück mit dem Wetter und konnten aufgrund des Regens die Zeit nicht vollständig nutzen.

Den Bungee Jump um circa 85€ für Mario haben wir spontan direkt vor Ort mit etwas Wartezeit gebucht und ein riesen Dankeschön geht raus an Bernhard (welcher selbst nicht zu 100% schwindelfrei ist), der mit dem Bub auch auf die Unterseite der Brücke zur Absprung Plattform ging, um das ganze bildlich festzuhalten.

Am nächsten Tag machten wir eine Wanderung zu einem Wasserfall über einen sehr felsigen Trail, der auch Teil des berühmten 5 tägigen Ottertrails ist, mit atemberaubenden Ausblick und zum Abschluss gingen wir noch 25 Minuten zur Suspension Bridge, eine Hängebrücke über dem Stormsriver, welche wir als weniger spektakulär als erwartet empfunden haben.

Anschließend ging es für uns weiter auf der Gardenroute in das 3 Stunden entfernte Wilderness wo wir uns für drei Nächte in der Dolphinvilla direkt am Meer eingemietet haben. 
Und was soll ich sagen? Delfine waren tagtäglich Programm! Wilderness ist eine kleine Küstenstadt entlang der Gardenroute mit ein paar Restaurants und endlosen Stränden – aber auch hier war uns das Meer viel zu kalt. 

Auch die beliebte Lagunen- und Hafenstadt Knysna liegt in der Nähe und bietet sich für einen Shoppingausflug an.
Ansonsten stand Entspannung mit vielen Kartenspielen und unserem absoluten Lieblingsrosé in unserer kleinen Dolphinvilla am Programm bevor es für uns nach über insgesamt 17 Tagen und 1440 Kilometer mit dem Mietwagen via Stellenbosch zurück nach Kapstadt ging. 

May the African sun always shine through your eyes and the sound of it’s drum always beat in your heart 🧡

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