Top Destination: Südafrika – Kapstadt & Kaphalbinsel

insgesamt 8 Tage, Dezember 2023

Ich hatte zwei Sorgen im Bezug auf meine langersehnte Traumreise – wovon sich eine leider bestätigte.

Zum allerersten Mal verbrachten da Bub und ich unseren Haupturlaub mit Freunden.
Drei Wochen lang, vier Freunde, zwei Paare die noch nie gemeinsam im Urlaub waren geschweige denn einen Wochenendtrip gemeinsam machten. 

Urlaub mit Freunden ist ja schon eine heikle Sache und so ganz anders als die Dates die man sonst gemeinsam hat.
Kann dies wirklich gut gehen?

Wollen wir wirklich unsere ganz besonderen Abenteuer und zukünftigen Schaukelstuhlgeschichten, die wir sonst zu zweit erleben, mit jemanden teilen?
Und wollen wir wirklich irgendjemanden unsere Chaostouren (mit eventuellen Flugversäumnissen, Autounfällen, Quarantänehotels, Umbuchungen, grenzwertigen Unterkünften etc.) zumuten?

Mit Jennifer & Bernhard haben wir perfekte Travelbuddys gefunden und werden uns für immer an dieses riesengroße Abenteuer erinnern! Niemand anderer hätte so gut zu uns und dieser Reise gepasst – it was the perfect Match ❣️

Meine zweite Sorge war, dass ich mich hoffnungslos verliebe… und dies trat definitiv ein!

Von der ersten Sekunde an war ich verliebt in dieses Land und fürchtete mich schon jeden Tag vor dem Abschied und dem Fernweh – es war das Gefühl, dass ich damals auch in Thailand hatte, wo das Reisen zu unserer großen Leidenschaft wurde.

I lost my heart at Southafrica ❤️

Meine Erwartungen waren extrem hoch und ich fragte mich oft, ob man diesen Erwartungen überhaupt noch gerecht werden kann?
Einerseits war es für mich schon so lange eine Traumreise, die durch die Corona-Pandemie immer wieder warten musste und andererseits war es mein Geburtstagsgeschenk vom Bub und all meinen Herzensmenschen zum 30. Geburtstag!

Südafrika zählt berechtigterweise zu den Top Reisedestinationen weltweit und all meine Erwartungen wurden einfach komplett übertroffen

Diese Reise wird für mich immer etwas ganz besonderes bleiben und vermutlich werden die Augen niemals aufhören zu funkeln wenn ich davon erzähle. (Eventuell habe ich dabei auch immer ein bissi viel Pipi in den Augen)

Ally the Elfie & da Grinch schwänzen Weihnachten!

Für uns vier ging es bereits am 22.Dezember nach Südafrika und jeder der mich kennt, weiß dass ich Weihnachten und alles drum herum liebe, aber wir wollten die Feiertage auch einfach optimal nutzen und mal sehen wie sich Weihnachten bei 30 Grad und unter Palmen anfühlt. 

Wir flogen mit Ethiopian Airline via Adis Abeba nach Kapstadt. Auch wenn der Check-in und der Zwischenstopp jedes Mal chaotisch mit dieser Airline ablief, war das Preis-Leistungsverhältnis völlig okay. Abgesehen davon dass man aufgrund von Weihnachten sowieso absurde Preise für Flugtickets bezahlt.

Ich möchte schon noch erwähnen, dass man leider oft hört und liest, dass die Gepäckstücke häufig für kurze aber auch längere Zeit verloren gehen und oftmals nicht mit den Passagieren zeitgleich ankommen. Dies war bei uns nicht der Fall obwohl wir tatsächlich nur 30 Minuten Umstiegszeit in Äthiopien hatten. Jedoch war jedes Mal Chaos mit unseren extra bezahlten Sitzplatzreservierungen wie auch bei vielen anderen Passagieren an Board. Hier muss man leider echt diskutieren, da man sonst für Plätze mit mehr Beinfreiheit viel Geld bezahlt hat aber irgendwo anders sitzt. Aber ansonsten sind die Flugzeiten von Wien nach Südafrika bzw. Afrika prinzipiell unschlagbar.

In Kapstadt angekommen holten wir noch unseren Mietwagen für die nächsten Tage und los ging es Richtung Sea Point wo sich unser Hotel befand.

Hier kommt auch schon einmal die erste Empfehlung zu unserem Hotel in Kapstadt. 

Ursprünglich wollten wir gerne ein tolles Apartment mit Pool in Camps Bay mieten aber entschieden uns dann für ein Apartmenthotel in Seapoint, da wir für die ersten Tage lieber in einem gesicherten Areal unterkommen wollten.
Leider hört man ja immer wieder von der Armut und die dadurch entstehende Kriminalität in Südafrika aber beim nächsten Mal würden wir uns auch auf alle Fälle trauen in einem Air BnB unterzukommen.

Die nächsten 5 Nächte verbrachten wir im Home Suite Station House und es fühlte sich in der ersten Sekunde nach „heimkommen“ an.
Im Erdgeschoss befindet sich ein super süßes Frühstücks- und Lunchrestaurant namens Sonny & Irene und im 9. Stock befindet sich the Nines – ein unfassbar tolles Restaurant mit wunderschöner Terrasse und wahnsinnig gutem Essen.

Beides für uns definitiv ein Pflichtbesuch wenn man in Kapstadt ist.
Im Nines ist eine Reservierung mit Anzahlung notwendig. 

Außerdem befindet sich auch gleich ein kleiner Supermarkt im Haus und die Zimmer sind mit einer kleinen Küchenzeile ausgestattet. Die Lage ist auch sensationell denn in der Nebenstraße befinden sich einige Boutiquen und Restaurants.
Sicheres Parken ist in der hauseigenen Parkgarage möglich. 

Die Strandpromenade ist innerhalb von 10 Minuten zu Fuß zu erreichen, die Strände in Seapoint jedoch nicht unbedingt einladend. Zur Abkühlung gibt es im Station House ein kleines Roof Top Pool mit atemberaubenden Blick auf den berühmten Tafelberg und den Lion‘s Head.

Kulinarisch absolut überwältigt startete unser erster voller Tag in Kapstadt mit den Wochenend- Marktbesuchen. 

Wir haben uns gleich am Flughafen eine Simkarte für Südafrika gekauft um Google Maps vollständig nutzen zu können.
Mit dem Auto ging es für uns also zuerst auf den Neighbourgoods Market in der Old Biskuit Mill und danach auf den Oranjezicht Market
Bei beiden Märkten findet man neben handgefertigten Dingen wie Kleidung, Accessoires, Kunst und Dekoration diverse Streetfood Stände mit lokalen Köstlichkeiten als auch Speisen aus aller Welt!
Wir empfehlen daher mit Hunger und Appetit zu kommen! 

Nach dem Besuch am Oranjezicht Market ging es für uns weiter an die berühmte V&A Waterfront. 
Die V&A Waterfront in Kapstadt ist ein unvergleichliches Ziel, dass Luxusshopping, erstklassige Restaurants, historische Sehenswürdigkeiten und atemberaubende Aussichten auf den Hafen vereint.
Dort hatten wir auch die erste Wildtierentdeckung – entlang des Ufers kann man Seehunde beobachten wie sie in der Sonne faulenzen oder sich im Wasser abkühlen. 

Unser Weihnachtsdinner verbrachten wir im beliebten Restaurant Kloof Street House – auch hier war eine Reservierung mit Anzahlung notwendig. 
Im Kloof Street House wurden wir sowohl kulinarisch als auch mit den leckersten Weinen verwöhnt und hatten ein wirklich ganz besonderes Weihnachtsfest zu viert. 

Am nächsten Tag ging es für uns zu einem ganz besonderen Strand – wir waren auf der Suche nach Pinguinen am Boulders Beach etwas außerhalb von Kapstadt.

Schon von weitem konnten wir Touristenmassen auf einer Aussichtsplattform die Pinguine beobachten sehen. Also so hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt. Wir entschieden uns die Plattform auszulassen und beim nächsten Strandabschnitt Eintritt zu bezahlen um eventuell dort unsere kleinen Freunde zu treffen. 
Blöderweise war genau zu dem Zeitpunkt Flut und mein Bub hatte seine Badehose im Auto gelassen.


Tja – do it for the Gram!

Raus aus den Klamotten und durch den kalten Atlantik über Felsen kletternd zu den Pinguinen. Und es hat sich gelohnt – wir konnten tatsächlich diese kleinen frechen Tierchen eine Weile ganz alleine beobachten . 🐧😍

Am Rückweg legten wir noch einen Stop beim Kap der guten Hoffnung ein, machten dort eine kleine Wanderung und genossen diese atemberaubende Landschaft. 

Apropros atemberaubende Landschaft: 

Der Chapman’s Peak Drive ist eine der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt und eine unvergessliche Attraktion in der Nähe von Kapstadt. Die Straße schlängelt sich entlang der Küste der Kap-Halbinsel und bietet atemberaubende Ausblicke auf den Atlantischen Ozean und die umliegenden Berge.
Mit seinen 114 Kurven und vielen Aussichtspunkten bietet der Chapman’s Peak Drive eine malerische Fahrt durch eine atemberaubende Landschaft. Die Straße verläuft zwischen Hout Bay und Noordhoek und bietet spektakuläre Aussichten auf den Ozean und vielleicht sogar deren Bewohner, steile Klippen und dramatische Felsformationen. 🐳🐋🐬

Der Lion’s Head in Kapstadt ist ein markantes Wahrzeichen, das sich majestätisch über der Stadt erhebt. Mit einer Höhe von 669 Metern bietet der Berg nicht nur eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt, sondern auch auf den Atlantik und das umliegende Gebirge. Der Aufstieg zum Gipfel ist eine beliebte Aktivität für Abenteuerlustige und bietet eine vielfältige Landschaft.

Jenny & ich haben die letzten Höhenmeter ausgelassen, da es hier über Leitern weiter ging und ich nicht absolut schwindelfrei bin. Die Jungs gönnten sich die komplette Tour und waren schwer begeistert von dem Panorama.

Leider konnten wir von hieraus schon erkennen, dass der Tafelberg von seiner bekannten Nebeldecke bedeckt war und keine Gondeln rauffahren. Dies hatte sich leider auch die nächsten Tage nicht geändert und wir haben somit einen Grund bald wieder Kapstadt zu besuchen.

Wir nutzten das tolle Wetter für paar Stunden an verschiedenen Stränden – am besten hat uns hier Clifton Beach gefallen. Es erwarten dich vier kleine Buchten bzw. Abschnitte mit weißen Sandstränden und kristallklaren Wasser. 
Der starke Wind und das eisigkalte Wasser stellen das Schwimmen und Sonnenbaden jedoch etwas herausfordernd dar.

Camps Bay ist ein exklusiver Küstenort in Kapstadt, der für seine atemberaubenden weißen Sandstrände, bekannt ist. Entlang der palmengesäumten Promenade befinden sich Cafés, Bars und Restaurants die eine Vielzahl von kulinarischen Genüssen und erfrischenden Getränken bieten. Mit seinen luxuriösen Villen und pulsierenden Strandaktivitäten ist Camps Bay ein beliebtes Reiseziel für Einheimische und Touristen gleichermaßen, die das Beste aus Kapstadts lebendiger Küstenkultur erleben möchten.

Muizenberg Beach ist ein beliebtes Surferviertel an der False Bay und bekannt für seine bunten Strandhäuschen und Haisichtungen. Den Strand selbst fanden wir nicht besonders einladend aber der Vibe war ziemlich cool mit den Surfershops und Cafe‘s.

Hier wollten wir eigentlich auch unsere Bootstour zum Shark-Cage Diving starten jedoch auch dies war wetterbedingt bis zum Schluss leider nicht möglich. 
Seit Jahren wartete da Bub auf dieses Highlight und ein großer Punkt seiner Bucketlist wäre somit in Erfüllung gegangen – aber wie schon erwähnt – es war mit Sicherheit nicht unser letzter Aufenthalt in Kapstadt. 

Nicht ohne Grund ist Südafrika für seine Weine und Weingüter bekannt. Wir verbrachten am Ende unserer drei wöchigen Südafrika Reise zwei Nächte in Stellenbosch, im Herzen der südafrikanischen Winelands! Einen Abend davon verbrachten wir bei einer Weinverkostung am Weingut von Delaire Graff, ein milliardenschwerer Diamantenjuwelier. Das Anwesen alleine ist echt sehenswert und es ist ein Duplikat des größten Gelbdiamanten der Welt ausgestellt. Der Service und der Wein, glaube ich, waren überragend bin mir jedoch nicht mehr ganz so sicher, da ich eventuell schon etwas angeheitert war – wie es eben so ist wenn man von Weinverkostung zu Weinverkostung hoppst.

In Stellenbosch und Umgebung gibt es auch genug Aktivitäten für Outdoor Lover wie reiten, radfahren, picknicken und Ballonfahrten.

Unsere letzte Nacht in Kapstadt verbrachten wir in einem Airstream Trailer, was wirklich total stylisch aber leider eher unkomfortabel war. Für eine Nacht war dies aber okay – das Viertel jedoch ganz anders als Seapoint. 

Auch die Bachelors 2024 ließen genau dort eine Party steigen 😉
Capetown City Center ist die Innenstadt und das Geschäftszentrum von Kapstadt wo auch die Armut wesentlich spürbarer ist als an den Küstenstädten. 

Das muslimische Boo Kaap – Viertel ist fußläufig erreichbar und aufgrund seiner bunten Häuser ein beliebter Touri-Fotospot.

Abschließend möchte ich die Kluft zwischen Reich und Arm erwähnen die man tagtäglich zu sehen bekommt. Einerseits parken die teuersten Autos der Welt vor den schicksten Hotels und Restaurants und andererseits leben wahnsinnig viele Menschen auf den Straßen Südafrikas. Kilometerlang fährt man an Townships vorbei und viele andere können von so einer Blechhütte nur träumen da sie obdachlos sind.

Aufgrund dessen ist die Kriminalität von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich und auch von der Tageszeit abhängig.
Wir haben uns vorab diesbezüglich informiert, haben uns an gewisse Regeln gehalten und uns daher tatsächlich auch nie unsicher gefühlt.
Wir haben keinen teuren Schmuck oder Taschen an uns getragen,hatten so gut wie kein Bargeld dabei und zahlten alles mit Karte, waren am Abend nicht selbst mit dem Auto unterwegs sondern fuhren mit dem Taxi, haben keine Wertgegenstände im Auto gelassen, haben das Mietauto während der Fahrt immer abgeschlossen und an Ampeln oder Kreuzungen keine Fenster geöffnet, gingen außerhalb der „sicheren“ Bezirke Nachts nicht zu Fuß, parkten wenn möglich immer auf bewachten Parkplätzen und wenn man uns gesagt hat wir sollten lieber nicht zu Fuß am Abend unterwegs sein, dann haben wir uns daran gehalten. 

Wir haben die Südafrikaner als super freundliche Persönlichkeiten kennen gelernt und der Tourismus ist, wie für jedes Land, enorm wichtig daher kann ich jeden nur ermutigen dieses unbeschreiblich tolle Land zu bereisen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Es war alles so easy going! 

Lasst euch von Südafrika und seiner faszinierenden Vielfalt mit wunderschönen Stränden, atemberaubender Natur, pulsierenden Städten, Kultur und Geschichte, hochqualitativer Kulinarik und der vielfältigen Tierwelt verzaubern.

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