Indonesien – Warum du auf Bali auf gar keinen Fall in eine Opfergabe treten solltest 

Bali – Lombok – Gili Trawangan 

Mai 2017, insgesamt 21 Tage 

Sechs Jahre ist es bereits her, dass es 2017 für uns 3 Wochen nach Indonesien ging – 10 Tage davon nach Bali, auf die Insel der Götter oder sollte man mittlerweile sagen die Insel der Influencer & Instagramer?
Es sei ihnen nicht zu verübeln denn Bali hat einiges an Vielfältigkeit zu bieten und es ist für jeden etwas dabei.
Es gibt Strände zum Surfen & relaxen, es gibt Vulkane zu erklimmen, Wasserfälle zu bestaunen, Dschungelvibes und wunderschön grüne Reisfelder.

Die ersten 3 Nächte verbrachten wir in Ubud, eine Kleinstadt ca. 40 km entfernt vom internationalen Flughafen Denpasar. Ubud hat einen ganz besonderen Flair und ist der Place to be für alle Yogis & alle, die auf der Suche nach Kunst und Kultur sind. Außerdem ist Ubud ein guter Ausgangspunkt für diverse Tagesaktivitäten zB. Monkey Forest, Reisterassen, Wasserfälle und Vulkanbesteigungen.

Unser Hotel Udhiana Resort war mitten in den Dschungel von Ubud gebaut und war mit unter eines der schönsten Hotels in denen wir je waren. Aber ACHTUNG ⚠️ hier lauern ganz böse Gefahren wie zB Treppen an denen sich da Bub am ersten Tag eine Zehe geschrottet hat. 
Wir empfehlen mindestens 2 Nächte in Ubud zu verbringen, da man dann auch mehr als nur das Zentrum mit seinen Märkten und Warungs erkunden kann und man sollte unbedingt ein wenig Zeit zum shoppen einplanen. Da wir zu Beginn unserer dreiwöchigen Backpacker Reise in Ubud waren shoppte ich leider nichts dieser wunderschönen Dinge – was ich bis heute bitterlichst bereue.

Die Balinesen beten täglich und legen selbstgemachte Opfergaben nieder – entweder bei einem Tempel oder mittig bei ihrem Hauseingang. Eine Opfergabe besteht aus einem Palmblattkörbchen mit Blumen, Räucherstäbchen und manchmal auch Geld und heiligem Wasser. 
Selbstverständlich informierte ich auch Mario darüber und erinnerte ihn daran am „Gehsteig“ darauf zu achten. Es dauerte nicht lange und Mario lief unabsichtlich über eine Opfergabe und die Götter „rächten“ sich ziemlich schnell! Alles begann mit der geschrotteten Zehe…

Wir besuchten den Monkey Forest in Ubud, eine Parkanlage dreier Tempeln mit dem Dschungel vereint, welcher als Zuhause verschiedener Affenarten dient. Da die Affen den Besuch der Menschen gewöhnt sind gilt es ein paar wichtige Verhaltensregeln einzuhalten wie zB Abstand von Babyaffen und den Muttertieren zu halten, füttern nur mit den dafür zur Verfügung gestellten Bananen im Park, kein Plastik mitbringen und Wertgegenstände wie Kameras und Sonnenbrillen gut verstauen denn die frechen Kerlchen sind wahre Meisterdiebe 🙊.
Die Tiere leben dort in freier Wildbahn und der Eintritt ist nicht teuer (damals ca. 2,50€ pro Person) daher ist ein Besuch im Monkey Forest auf alle Fälle sehenswert.
Und wann hat man schon mal die Möglichkeit von einem Äffchen gelaust zu werden? Allerdings wurde nichts gefunden.☝️🙊

Der Campuhan Ridge Walk ist ein wunderschöner kurzer Wanderweg durch die Landschaft Ubuds um den Trouble des Zentrums ein wenig zu entfliehen. Denn eines darf man auf Bali nicht unterschätzen und zwar den Verkehr.
Nicht weit vom bekannten Ubud Market startet dieser schöne Wanderpfad mit Blick auf den Urwald und Reisterrassen. Am Ende des Weges liegt mitten in schöner Landschaft das Karsa Kafe & Karsa Spa wo man sich mit einer Kokosnuss oder einer Massage für den Rückweg stärken kann.

Auch die fotogenen Tegalalang – Reisterrassen haben wir besucht. Hier gilt natürlich auch früh zu kommen, da dies ein beliebter Tourispot für schöne Erinnerungsfotos ist. Zusätzlich zum Eintrittsgeld ist ab und zu von Terrasse zu Terrasse ein Checkpoint aufgebaut wo man bezahlen sollte um die Wege durch die weiteren Reisterrassen zu nutzen. Daher empfehlen wir etwas Bargeld dabei zu haben. 🌾

Ganz in der Nähe befindet sich auch der Tegenungan Wasserfall und ich bin der Meinung einen der vielen Wasserfälle auf Bali sollte man sich unbedingt ansehen. 
Der Weg ist einfach und der Wasserfall zeitabhängig unterschiedlich gut besucht. Bali ist eine sehr fotogene Insel und daher gibts auch hier ein paar echte Instagram-Foto-Hotspots. 
Eine kleine Abkühlung zwischendurch tut außerdem auch immer wieder gut – also pack die Badesachen ein! 💦

Zurück im Hotel beklagte sich Mario schon über Schmerzen im Fuß denn er hat sich in der Früh die kleine Zehe an einer Stufe im Hotel gestoßen. 
Ehrlicherweise sah die Zehe auch wirklich schmerzhaft aus da sie alle Farben und Formen hatte. Vermutlich war sie gebrochen 🤷‍♀️
Aber auf uns wartete unser persönliches Ubud Highlight und zwar die Wanderung auf den Vulkan Gunung Batur um von dort aus den Sonnenaufgang zu sehen.

Ich überlies dem Bub die Entscheidung ob wir an der geführten Tour teilnehmen oder nicht aber ich war heilfroh, dass er sich dazu entschied die Zehe festzukleben und um 2 Uhr morgens mit mir in der Hotellobby auf den Transfer wartete. Wer weiß denn schon ob wir jemals wieder die Möglichkeit dazu haben werden?

Der Gunung Batur ist mit seinen 1717m der zweithöchste Vulkan Balis. Die Tour buchten wir direkt in Ubud, da es angeblich Pflicht sei den Vulkan nur mit einem Guide zu besteigen. 
1,5h dauert der Aufstieg laut Guide und um 03:30 Uhr sollte man los um rechtzeitig für den Sonnenaufgang am Gipfel zu sein. Der Aufstieg war schon anstrengend da die Wege meistens mit Lavagestein und Geröll bedeckt waren. Wir zwei waren natürlich mal wieder nur in Sneakers unterwegs welche aber auch gereicht haben. Wir empfehlen hier auf alle Fälle auch lange Kleidung und eventuell Funktionswäsche.
Wir bekamen jeweils eine Wasserflasche und eine schlecht leuchtende Taschenlampe und los ging es!

Da Bub meisterte den Aufstieg trotz seiner Zehe problemlos aber unsere Gruppe geriet ein wenig in Verzug. Wir teilten uns dann auf um die letzten Meter schneller zurück zu legen um am Gipfel den Sonnenaufgang zu erleben und zu frühstücken. ☀️
Klingt alles romantischer als es war, denn oben angekommen waren sehr viele Touristen, es war kalt und mega bewölkt 🙈 Auch ohne bildreifem Sonnenaufgang war diese Wanderung ein tolles Erlebnis und absolut empfehlenswert.
Der Abstieg war mega anstrengend da wir übermüdet waren und es heiß wurde … da kam ein chilliger Tag am Pool mitten im Dschungel genau richtig bevor es für uns weiter nach Kuta ging! 

Am nächsten Morgen wartete bereits die nächste böse Überraschung auf uns: mein Handy war von einer Sekunde auf die andere einfach kaputt! Es reagierte auf nichts mehr und dass am 3. Tag unserer Reise. Ob das auch die Götter waren, die noch zornig wegen der Opfergabe waren?

Gibt natürlich schlimmeres als digital Detox aber wie es nun mal so ist heutzutage, waren sämtliche Buchungen, Flugtickets und Reiseroute auf meinem Handy abgespeichert. Abgesehen davon, dass ich komplett hysterisch wurde weil ich Angst um meine zig tausende Handyfotos hatte 🙈 In Ubud wurden wir nicht fündig auf der Suche nach einem Handyladen aber man versicherte uns in Kuta kann uns geholfen werden… JA, wenn man ein iPhone hat und kein Samsung wie ich zu diesem Zeitpunkt.

Also ging es für uns zwei Chaoten weiter nach Kuta und checkten dort in unserem Hotel ein. Die Kreditkarte funktionierte mysteriöser Weise nicht und den Code für die Ersatzkreditkarte wussten wir auch nicht mehr – den hatte ich zur Sicherheit in meinem defekten Handy abgespeichert. (Ja, ich weiß solche Dinge sollte man nicht abspeichern 🤦‍♀️)
Die Zahlung konnten wir später vornehmen und wir wollten uns direkt um die Reparatur meines Handys kümmern. 

Im Zimmer in Kuta vermisste Mario seine kurzen Hosen, Tshirts und Unterwäsche. Streng genommen die Hälfte seines Backpacks denn die hatte er im zwei Stunden entfernten Ubud vergessen 🤦‍♀️
Ob wir das nun auch auf die Götter schieben weiß ich nicht hihi.

Die vergessene Kleidung wurde per Bote nach Kuta geschickt und für die Handyreparatur mussten wir letztendlich in die Haupstadt Denpasar wo ich stolze 300€ für den Service zahlte. Ich bin mir sicher das war der Touristen-Sonderpreis.

Endlich am Meer angekommen 🌴🌊
Kuta liegt im Südwesten Bali‘s sehr nahe am internationalen Flughafen und ist eine sehr touristisch aufgeschlossene Gegend.
Hier findet man kilometerlange Sandstrände  mit scheinbar perfekten Surfbedingungen. Zum Schwimmen war das Meer hier jedoch nicht geeignet aufgrund der starken Strömung und großen Wellen. 

In Kuta gibt es einen Wasserpark, eine Shoppingmeile, moderne Shoppingmalls und eine Menge an australischen Pubs und Cafés. Hier hat uns der authentische Charme ein wenig gefehlt, da wir lieber in sogenannten Warungs einheimische Spezialitäten wie Nasi oder Bami Goreng essen. In Seminyak, einer Nebenortschaft von Kuta, gab es viele gemütliche Beachbars – denn wo schmeckt ein Bitang besser als im Sandsack beim Sonnenuntergang auf Bali mit Livemusik? 

In Kuta wurden wir leider jedes Mal beim Geldwechseln abgezockt. Den Trick haben wir Jahre später erst in einer „Achtung Abzocke“ Reportage von Peter Giesel gesehen.
⚠️Also Augen auf beim Money Exchange⚠️

Am besten man leiht sich einen Roller aus um mobil zu sein denn auf Bali steht man sonst sehr viel im Stau bzw. verlangen Taxis oftmals einen Nachtzuschlag und machen Preise nach Lust und Laune.
Wir haben uns einen Roller ausgeliehen für unsere Zeit in Kuta und unsere erste Tour ging an den Dreamland Beach.

Der Dreamland Beach ist selbstverständlich kein Geheimtipp mehr und hauptsächlich trifft man dort Tagestouristen da hier einige große Hotelanlagen zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht fertig gebaut waren.
Genau bei so einem nicht fertigen Hotelkomplex hatten wir zwei natürlich eine Reifenpanne… weit & breit kein Mensch zu sehen. 
Schön langsam fühlten wir uns vom Pech verfolgt…
Ein Security der Baustelle entdeckte uns jedoch und rief jemanden mit einem Ersatzreifen für unseren Roller an, denn wir benötigten mal wieder eine Reparatur 🙈
Perfekt – ein paar Rupies ärmer (Touristen Sonderpreis 100€) und paar Stunden später ging es für uns an den Dreamland Beach.

Bali wird auch die Insel der Tausend Tempel genannt und zwei davon wollten wir unbedingt besuchen. Pura Luhur in Uluwatu und den bekannten Tanah Lot Tempel.

Uluwatu bietet sich tatsächlich dafür an ein paar Tage dort zu verbringen. Es gilt als der sonnigste und trockenste Platz Balis und hat wunderschöne Strände mit meterhohen Felsenklippen zu bieten. 
Der Tempel Pura Luhur Uluwatu wurde im 11. Jahrhundert erbaut und bietet einen spektakulären Ausblick. 

Den Tanah Lot Tempel konnten wir leider nicht besichtigen da wir nach 1,5h Fahrt mit dem Roller zu wenig Bargeld für den Eintritt hatten. Kreditkarte wurde nicht akzeptiert, Money Exchange war geschlossen und der einzige ATM Bankomat weit und breit war im verschlossenen Money Exchange.
Die Götter hatten wohl noch immer keinen Bock auf uns und so ging es wieder 1,5h retour auf unserem Roller. 

Jimbaran Beach liegt im Süden Balis und zählt auch zu den beliebtesten und schönsten Stränden der Insel. Im Gegensatz zu den südwestlich gelegenen Stränden wie Kuta, Legian und Seminyak kann man in Jimbaran das Meer auch als Nicht-Surfer genießen und tatsächlich schwimmen.
Das kleine Fischerdorf mit seinem täglichen Fischmarkt bietet mittlerweile einige Luxusresorts und sehr beliebte Fischrestaurants an. Hier gibt es so gut wie kein Nachtleben dafür aber atemberaubende Sonnenuntergänge. 

An unserem letzten Tag auf Bali wollten wir noch etwas Action und Spaß und besuchten den Waterbom Wasserpark in Kuta. Ich hatte auch tatsächlich meinen Spaß doch leider durfte da Bub nicht alle Wasserrutschen benutzen da er eine angeblich „unpassende“ Badeshort dafür an hatte, die die Rutsche beschädigen könnte. 

So langsam machten uns die lieben Götter aber einen Strich durch unseren lang ersehnten Urlaub also wurde es Zeit die Insel zu verlassen und wir machten uns auf den Weg nach Lombok… ⛴️🌴🐒

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